Orientierungsstufe (Klassen 5 und 6)


Veranstaltung unserer 5. Klassen

Die Klassenlehrer/innen der jetzigen 5. Klassen haben für ihre Schülerinnen und Schüler ein besonderes Projekt ermöglicht.

Ziel war, zum einen die Klassengemeinschaft zu stärken, zum anderen das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen jeder/s einzelnen Schülers/in zu stärken, um sie zu befähigen sich mit ihren persönlichen Kompetenzen im Klassenverbund einzubringen.

Nach einigem Suchen eines passenden Angebots war klar: die Mitarbeiter vom Verein WaldWelt e.V., der mit He.du. Natur-Erlebnis-Pädagogik zusammenarbeitet, sollten helfen die Lehrer/innen bei der Arbeit in Bezug auf das Sozialkompetenztraining weiter zu bringen.

Dazu trafen sich an zwei Tagen jeweils zwei 5. Klassen im Ebertpark, um dort einen Vormittag verschiedener Wahrnehmungsübungen, Kooperationsspielen und ganz viel Spaß und Abenteuer zu verbringen.

Den Anfang machten am Montag, den 08.11.21, die Klassen 5a und 5c mit den Klassenlehrerinnen Frau Trashani und Frau Metzger. Am Folgetag unternahmen dann die Klassen 5b und 5d mit der/m Klassenlehrer/in Frau Schönberger und Herr Schmidt den Weg zu einem spannenden Vormittag im Ebertpark. Jeweils 22 - 25 Kinder gehören diesen Klassen an.

Jede Klasse bekam eine der beiden Projekt-Leiterinnen zugeteilt und es konnte schon los gehen mit einer Kennenlernrunde.

Nachdem die Schüler/innen sich anschließend in 4-5er Gruppen zusammengefunden hatten, waren fünf Gruppen entstanden und es konnte zum nächsten Spiel auf den trockenen Parkboden gewechselt werden.

Es ging darum, dass den Gruppen eine Aufgabe gestellt wurde, die sie nur zusammen meistern konnten. Sie mussten überlegen, ausprobieren und sich gegenseitig helfen und unterstützen. Dies war bei fünf Kindern nicht einfach und sorgte für viele Lacher und schon den ersten großen Jubel, wenn es die Gruppe geschafft hatte sich zu stützen, zu tragen, oder huckepack zu nehmen. Ein Handicap in der Beweglichkeit wurde einfach von den anderen Gruppenmitgliedern berücksichtigt und ausgeglichen.

Nachdem die Teamfähigkeit in den Kleingruppen zum Erfolg geführt hatte, musste nun die ganze Klasse zusammenarbeiten, denn nur gemeinsam kamen sie zum nächsten Ziel. Das Hindernis hieß „Säureteich“.

Dabei bemerkte die Klasse, dass sie ihr Ziel nur im Team schaffen und, dass sie sich auf alle verlassen konnten, wenn sie auch allen die Chance gaben ihre Fähigkeiten einzubringen.

Nach einem Frühstück ging es dann gestärkt weiter. Die Gruppenleitungen wurden gewechselt und eine neue Aufgabe stand bevor.

Überraschend stark trat eine körperliche und vor allem mentale Erschöpfung der Schüler/innen zu Tage. Dies machte das folgende Konzentrationsspiel umso schwieriger. Wieder waren Teamwork und Aufmerksamkeit gefragt. Der ein oder andere hatte Schwierigkeiten dabei, aber zumindest Spaß machte es allen.

In 3er-Teams aufgeteilt ging es anschließend zur nächsten Aufgabe. Diese bestand aus einem Parcours aus Seilen, der überwunden werden musste. Die Schwierigkeit lag nicht am eigentlichen Überwinden der Hindernisse, sondern an der Tatsache, dass zwei Gruppenmitglieder die Augen verbunden hatten und der 3. Mitspieler seine Beine nicht bewegen durfte. Wieder einmal kam es an diesem Vormittag darauf an, sich mit anderen abzusprechen, sich in eine Rolle einzufinden, diese anzunehmen und bestmöglich zu erfüllen. Außerdem mussten die Persönlichkeitsmerkmale berücksichtigt und die eine oder andere Beeinträchtigung kompensiert werden. Damit schafften es auch der Autist, der Mitschüler mit ADHS und das Kind mit einer körperlichen Einschränkung mit Hilfe seiner/ihrer Klassenkameraden/innen durch den Parcours und glücklich ins Ziel.

Im Abschlusskreis sollten die Schüler/innen zuletzt ein Fazit ziehen. Eine Daumenhoch-Abfrage zeigte, dass der Vormittag gut angenommen wurde, aber die mentale Erschöpfung einfach die Überhand bekam.

Müde nach diesem anstrengenden, aufregenden Tag machten sich die Klassen wieder zusammen auf den Weg in die Schule.

 

Dieses Projekt war ein Baustein auf dem Weg zu einem freundlichen, rücksichtsvollen Miteinander, dass an unserer Schule gefördert werden soll. Zusammen mit dem einstündigen Fach Sozialkompetenztraining und der Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeiterin arbeiten die Klassenlehrer/innen weiterhin an diesem Ziel und sind nun noch motivierter, weil der Vormittag im Ebertpark ihnen gezeigt hat, wie teamfähig die Schüler/innen sind und welche großen Stärken sie mitbringen. Jeder für sich und auf seine Weise. 

Bilder und Text: Metzger


Die Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe (Klassen 5 und 6) werden in der Sternstraße 159 unterrichtet.


 Wandbild von Regina Schneider im Schulgebäude in der Sternstr. 159                                                                                                      Foto: Schwind


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